Raum und DesignStrategien in Freiburg Eine 5-köpfige Gruppe von Masterstudierenden der Kunstuniversität Linz in Freiburg

Vortrag von Prof. Ton Matton zum performativen Stadtraumprojekt „Die andere Seite – Dietenbach-Festspiele“

am Dienstag, den 29.11 um 17.00 Uhr in der EBW Weingarten und ab ca. 15.00 Uhr im Glashaus Rieselfeld

In den 60ern und 70ern waren Soziologen an der Stadtplanung stark beteiligt. Sie kümmerten sich um Fragen der Identität, über Verhalten im öffentlichen Raum. Wie z.B. in Weingarten. Die Umsetzung der Ideen war allerdings stark von den technischen Möglichkeiten eingeschränkt. Man erkennt beispielsweise deutlich, wie Länge und Höhe des Baukrans einen größeren Einfluss auf den Plattenbau hatten als das Wohlfühlen der Bewohner. In den 70ern/80ern entwickelte sich die Stadtplanung wieder weg von kollektiven Grünflächen, sodass wieder mehr Einfamilienhäuser mit privaten Gärten gebaut wurden. Diese Ideologie wurde dann leider von vielen Regeln und Bestimmungen übernommen, alles ausgedrückt in vielen Zahlen; wie viele Parkplätze pro Wohnung, der Abstand zu den Müllversammlungscontainern, wie groß und wie weit die Spielfläche für Kinder von 4 bis 6 Jahre, Kinder von 6 bis 10 Jahre oder für Jugendliche, … . Dann, in den 90ern, kam die ökologische Nachhaltigkeit als starkes Thema dazu und wurde vor allem im Rieselfeld sehr strikt umgesetzt. Rieselfeld wurde damit zu einem in ganz Deutschland bekannten Stadtteil mit vorbildlich viel Grün, Solaranlagen und einem nachahmenswerten Mobilitätskonzept.
Nun werden die ersten Gedanken für Dietenbach gerade formuliert. Wie sieht Wohnen in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts aus? Wer, wie und was bestimmt Dietenbach? Das Theater Freiburg hat den Studiengang Raum und DesignStrategien der Kunstuniversität Linz gefragt, mit ihnen über diese Zukunft nachzudenken. Wir lehren keine klassische Architektur oder Stadtplanung, aber forschen nach neuen Themen die die Zukunft der Stadt oder des Dorfs mitbestimmen werden. (siehe z.B. unsere Forschung zum Dorf http://www.strategies.ufg.at/?p=561&lang=en) Hierfür kommen wir vom 26. bis 30. November 2016 das erste Mal nach Freiburg.
Wir möchten wissen, wer uns einlädt, also erforschen wir Weingarten und Rieselfeld
Wir werden uns ans Theater ‘andocken’
nicht als Parasiten die Freiburg leersaugen
eher als ‘Commensal’ wovon man keine Belästigung aber auch keinen Profit hat (wie ein Untermieter der nicht mitessen darf)
aber noch besser wir werden Symbionten,
wobei die Uni und Freiburg sich wechselseitig und gegenseitig ernähren, voneinander profitieren und gemeinsam zu großer Höhe steigen.

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