Unsere SoLD Generalprobe für die Dietenbach Festspiele!

Am Freitag kamen wir für unsere erste gemeinsame Probe im Dietenbachpark zusammen. Die SoLD-Originals und die SoLD-Golds (School of Life and Dance) begannen gemeinsam auf dem Feld mit der Übung „Shoulder to Shoulder“, und konnten feststellen, wie unterschiedlich man sich doch im Tanzsaal und im offenen Feld räumlich orientiert. „Shoulder to Shoulder“ ist eine Choreographie des gemeinsamen Vorangehens und erinnert an die Streiks der britischen Bergarbeiter in den 1980er Jahren und deren Repressionen von Seiten der Thatcher-Regierung. Es geht um Mut, Verletzlichkeit, und vor allem um Solidarität.

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Als nächstes probten wir die sogenannte „iPod-Army“ auf dem Feld. Über unsere iPods hören wir im Hintergrund Musik, während Graham uns Anweisungen gibt: „Bewegt euch unauffällig im Raum; beobachtet eine Person und macht ihr nach; rennt in Richtung Süden“. Spannend sind nicht nur die Reaktionen der vorbeigehenden Menschen. Es ist auch ein Selbstexperiment: man folgt den Anweisungen einer Stimme, ohne zu wissen, was als nächstes kommt. Dieser Soundfile wird während der Festspiele zum Download frei zugänglich gemacht, sodass jede/r, der/die Lust hat, gerne bei der „iPod-Army“ mitmachen kann!

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Am Samstag starteten wir unseren Probentag mit der „Stillen Migration“ vom Park zum Einkaufszentrum (EKZ) Weingarten. Nach dem Prinzip von „Still Standing“ sucht sich jede/r einen Punkt im Raum aus, an dem er/sie still steht und das Bild, das sich vor den Augen präsentiert, wahrnimmt. Nach etwa drei Minuten sucht man sich einen neuen Ort auf dem Weg zum EKZ, von dem aus man das Geschehen beobachten kann. Man nimmt ganz bewusst Raum ein. Je nachdem, welche Art der Präsenz man einnimmt, wird man mehr zum Beobachter oder zum Beobachtungsobjekt. Die Reaktionen der umstehenden Menschen sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von Verwunderung über schamloses Lachen, bis hin zu neugierigem Nachfragen. Smartphones werden gezückt, um ungefragt Fotos zu schießen…
Beobachte ich oder werde ich beobachtet? Mit wieviel Präsenz im Raum fühle ich mich wohl? Wie reagieren andere auf meine Präsenz? Auch diese Übung entpuppte sich als ein spannendes Selbstexperiment im öffentlichen Raum.

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Der Sonntag diente schließlich der Auffrischung und Weiterführung der Dietenbach-Choreografie zu Bernadette La Hengsts Popsong „Die Häuser denen, die drin wohnen“, welcher aus Gesprächen mit RieselfelderInnen und in WeingartnerInnen entstanden ist. Auch dieser Tanz wird natürlich die Dietenbach-Festspiele durch die Woche begleiten.

Wir freuen uns darauf, mit euch zu tanzen!